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I A N P
Mit Kompetenz zu noch mehr Lebensfreude
Integratives Atmen nach Malik Wöss®
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Der Atem
Unter "normalen" Umständen atmen wir 18-mal in der
Minute aus und ein, 25.920-mal am Tag. Wir können bis zu 40 Tage ohne Nahrung
auskommen und zwei bis fünf Tage ohne Flüssigkeit leben. Ohne Atem überleben
wir nur wenige Minuten. Die Atmung ist unsere vitalste Kraft, unsere
Hauptantriebsquelle.
Mit jedem einatmen nehmen wir Lebensenergie und Sauerstoff in uns auf. Leider
nützen die meisten Menschen nur einen kleinen Teil der Kapazität, die Ihnen
Ihre Lungen bietet. grund dafür sind oft innere Spannungen, die sich auf unser
Atemsystem auswirken. Nicht selten geht verhaltener Atem mit Krankheit und
Misserfolgen einher.
Die Energiequelle Atem zu nutzen ist in unserer Zeit besonders wichtig. Viele
Bereiche des täglichen Lebens sind von technischen und persönlichen
Höchstleistungen bestimmt. Leistungsdruck und Stress im Berufsalltag führen
oft zu Müdigkeit und Niedergeschlagenheit.
In vielen Kulturen hat der Atem noch heute als Bindeglied zwischen Bewusstem und
Unbewusstem, Individuum und Universum, Wille und Hingabe eine zentrale Stellung
inne.
Aus 2500 Jahren alten chinesischen Medizinbüchern ist zu erfahren, dass unser
Atem - je nachdem wie wir atmen - unsere Handlungen bestimmt und auch eine
Quelle für Freud und Leid ist.
Aristoteles, der Grieche, schreibt: Luft gibt uns Seele, Leben und Bewusstsein.
Luft ist Pneuma oder Spirit - Vitalkraft. Japaner nennen es Chi, die Inder Prana
- Lebensenergie.
Für moderne Astrologen ist nicht der Moment der Geburt wichtig, sondern der
Moment des ersten Atemzuges, der Moment also, in dem wir zu einer
"lebendigen Seele" werden und am "Reigen des Erdentanzes"
teilnehmen.
Es könnten noch viele weitere Beispiele angeführt werden. Allen gemeinsam ist
die Botschaft, dass der Atem uns als Lehrer und Führer in den verschiedensten
bereichen des Seins dient: von der Erhaltung und Wiederherstellung der
körperlichen Gesundheit über die Verarbeitung seelischer Traumata und die
Förderung des seelischen Gleichgewichtes, bis zur Beherrschung des Atems mit
dem Ziel der geistigen Läuterung, transpersonaler Erfahrung und der
Transformation des Bewusstseins als Basis für die eigene Existenz im Universum.
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Integratives Atmen
nach Malik Wöss®
Integratives Atmen nach Malik Wöss®
Integratives Atmen bezeichnet eine bewusste
Atemtechnik, die nach anfänglicher Führung in einen entspannten,
kontinuierlichen, intuitiven Atemfluss übergehen kann. Wir atmen dabei ähnlich
entspannt, verbunden und umfassend, wie es die meisten Menschen im Tiefschlaf
tun. Dieses Atemmuster löst körperlich und seelisch einen natürlichen
Reinigungsprozess aus. Die Kombination von tiefer Entspannung, Offenheit von
Körper und Geist und einem erhöhten Sauerstoffangebot kann viele Blockaden
lösen, die den natürlichen Kreislauf in unserem Körper behindern.
Inzwischen weiß man, dass wir auf diese Weise auch Zugang zu
den Selbstheilungskräften des Körpers bekommen. Wenn der Prozess erst einmal
begonnen hat, scheint unser Körper sehr genau zu wissen, wie er sich selbst
reinigen und regenerieren kann. Obwohl es sich um eine rein körperliche Übung
handelt, hat sie doch direkte Auswirkungen auf die Psyche. Durch die Entspannung
und die Anregung des Kreislaufs gelangen vermehrt chemische Botenstoffe in den
Blutstrom. Das hat einen reinigenden Effekt auf Körper und Seele. Wenn die
chemischen Botenstoffe das Gehirn erreichen, können sie dort als Informationen
empfangen und als Erinnerungen an frühere Erfahrungen interpretiert werden.
Wilder Penfield (1975) hat gezeigt, dass es möglich ist, Erinnerungsbilder
auszulösen, indem man bei einer Kopfoperation verschiedene Bereiche des Gehirns
mit einer Elektrode reizt. Die Atemtechnik beim Integratives Atmen
hat sich als ähnlich wirkungsvoll erwiesen, wenn es darum geht, wieder Zugang
zu alten Erinnerungen zu finden. Die Tatsache, dass dieser Vorgang nicht durch
geistige, sondern durch körperliche Aktivität ausgelöst wird - durch mehr
Offenheit, Entspannung und einen verbesserten Kreislauf -, eröffnet die Möglichkeit,
Erinnerungen aus den frühesten Zeiten unseres Lebens zu reaktivieren. Bevor
unser Gehirn voll entwickelt war, wurden Erinnerungen als physische Empfindungen
in verschiedenen Zellen unseres Körpers registriert und gespeichert. Diese sehr
frühen Erinnerungen sind unserem Verstand nicht zugänglich, denn sie haben
sich nicht unserem Gehirn eingeprägt, sondern nur den jeweiligen Körperteilen,
die an der ursprünglichen Erfahrung beteiligt waren. Der reinigende Effekt auf
den Körper wird oft als Zuwachs von Energie empfunden. Daraus können wir auch
mehr geistige Frische gewinnen, die die physischen und psychischen Körperfunktionen
anregt.
Von allen modernen Atemtechniken, die uns heute zur Verfügung stehen, ist Integratives Atmen die einzige, die sich ausschließlich auf den
Atem konzentriert. Viele Richtungen der modernen Psychotherapie benutzen den
Atem als Hilfsmittel, um mit unbewussten Gedanken und Gefühlen in Kontakt zu
kommen, die dann im Rahmen einer geistigen oder emotionalen Läuterung
bearbeitet werden. Beim Integrativen Atmen geht es jedoch einzig und
allein um den Atem. Ein entspanntes, offenes Atemprofil ist der Schlüssel zu
unserem inneren Selbst. Dabei geht man von der Annahme aus, dass jeder Gedanke
und jedes Gefühl auch eine Form von Energie darstellt und als solche ausgedrückt
werden kann - durch den Atem. Das verleiht dieser Technik eine besondere
Bedeutung, weil wir unsere Atmung ändern müssen, wenn Körper und Geist
geheilt werden sollen.
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Lebensenergie
Wie manche traditionelle Atemtechnik kann Integratives
Atmen auch als eine Methode beschrieben werden, mit der man die
"Lebensenergie" aktiviert, indem man die volle Atemkapazität des
Körpers ausschöpft. das Konzept der Lebensenergie ist in den Kulturen des
Ostens von zentraler Bedeutung, im Westen jedoch weitgehend unbekannt. An dieser
Stelle können wir Lebensenergie einfach als die treibende Kraft verstehen, die
Körper und Seele bewegt. Sie zu aktivieren, führt zu einer harmonischen
Offenheit und stärkt die Fähigkeit , Körper und Seele ohne jede Einschränkung
zu gebrauchen und zu er-leben.
In der westlichen Welt haben wir eine lange Tradition in der Gesundheitsfürsorge,
aber uns fehlt jegliche Tradition im Umgang mit reiner Lebensenergie. Sie ist
ein Teil des Weltbildes, das wir fast vollständig verloren haben. Die Arbeit
mit der direkten Lebensenergie ist so, als würde man den Menschen ein neues
Werkzeug in die hand geben. In der heutigen Welt sind viele Menschen so
deprimiert, dass ihnen jede Energie fehlt, auch nur mit der Lösung ihrer Problehme
zu beginnen. Sie brauchen mehr Lebensenergie um mit ihrer Situation
fertigzuwerden und Ideen zu entwickeln, was man ändern könnte. Gleichzeitig
brauchen sie mehr leben in ihrem Körper, damit sie sich selbst wieder spüren
und erfahren können. Man kann sagen, dass Atmen das am wenigsten genutzte
natürliche Mittel ist. Im Atmen liegt ein großes Potential für positive Veränderungen.
Aus einem Interview mit
Bo Wahiström, dem Mitbegründer und führenden Lehrer des schwedischen Atem-Training-Zentrums, Februar 1989.
Die Atemtechnik beim Integrativen Atmen dient
dazu, die natürlichen Energieströme des Körpers zu öffnen und den Kreislauf
anzuregen, so dass die Energie ungehindert durch den Körper fließen kann.
Diese Steigerung der im Körper zirkulierenden Energie schafft optimale
Bedingungen, unter denen Körper und Seele ihr Potential entfalten können. Dazu
gehören auch die mächtigen Selbstheilungskräfte. Integratives
Atmen kann die Zellerneuerung verbessern und damit die Regeneration und Belebung
des Körpers unterstützen.
Erreicht wird diese Stimulation durch Entspannung.
Sie ermöglicht es den blockierten Erinnerungen, wieder an die Oberfläche zu
kommen. Solche blockierten Erinnerungen sind mit Ereignissen verknüpft, die aus
irgendeinem Grund nicht verarbeitet und integriert werden konnten; sie wurden
einfach ins Unbewusste verdrängt. Derartige Blockaden können unsere bewussten
Absichten stören oder ihnen sogar aktiv entgegenwirken. Wenn wir sie lösen und
an die Oberfläche holen, können wir einen höheren Bewusstseinszustand
erreichen: Wir können unsere psychische Energie wirkungsvoller auf die
Gegenwart und auf bewusst gewählte Aufgaben konzentrieren und unsere Leistungsfähigkeit
dadurch steigern.
Integratives Atmen geht grundsätzlich von einem Muster aus, das man
in der natürlichen Atmung von Kleinkindern und friedlich Schlafenden findet -
anders gesagt, in der Atmung von harmonischen und vollständig entspannten
Menschen. (In einer Atem-Sitzung kann die Atmung wesentlich intensiver
sein als im alltäglichen Leben.) In der modernen Welt ist es schwierig,
Erwachsene zu finden, die noch das ursprüngliche, natürliche Atemmuster haben,
mit Ausnahme bestimmter isoliert lebender Naturvölker. Bei fast allen
Erwachsenen finden sich mehr oder weniger ausgeprägt ständig muskuläre
Verspannungen und Energieblockaden. Diese zeigen sich nirgendwo im Körper
deutlicher als bei der Atmung, und sie verhindert, dass sich unser körperliches
Potential voll entfalten kann.
Die Integration führte im allgemeinen nicht nur dazu, dass die traumatischen
Reaktionen verschwanden, sondern sie löste auch sämtliche Verhaltensmuster
auf, die damit verbunden waren. Manche Erinnerungen tauchten bei verschiedenen
Gelegenheiten immer wieder auf und führten zu vielen Einsichten, bevor sie
schließlich aufgelöst wurden. Nur wenn das ganze Ereignis wiedererlebt und
interpretiert worden war, verschwand es vollständig aus den
Atemsitzungen.
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Die Methode
der Atemtherapie
Ganzheitliche oder Integrative Atemarbeit benutzt das bewusste
Atmen als Tor zur Körper- und Gefühlserfahrung. Der Klient liegt im Normalfall
auf den Rücken und wird - meist nach einer Phase der geleiteten Körperentspannung
- in die verbundene Atmung eingeführt. Jeder Atemzug soll mit Bewusstsein
begleitet werden. Weiters wird darauf geachtet werden, schrittweise die Atmung
zu vertiefen, sodass der Stoffwechselprozess intensiviert wird. dabei sollte
diese Vertiefung einem von innen kommenden Bedürfnis folgen.
Mit dem Spüren eines verstärkten Energiestromes im Körper kann es dazu
kommen, dass deutliche Unterschiede in der Körpererfahrung auftreten: manche Körperbereiche
fühlen sich gut an, andere blockiert. Meistens lösen sich diese Blockaden im
Laufe der Atemsitzung auf.
Es gibt zwei prototypische
Verlaufsformen für Atemsitzungen.
1. Der Klient wird durch die Konzentration auf den Atem ruhiger und entspannt
sich mehr und mehr. Das denken tritt zurück, angenehme Körpererfahrungen
treten auf. Am Ende der Sitzung fühlt er sich gekräftigt, entlastet und
befreit vom Problemdruck.
2. Die Atmung führt den Klienten auf tiefere Schichten der Gefühlserfahrungen.
Im Körper gespeicherte Erinnerungen an traumatische Erfahrungen tauchen auf und
führen zu intensiven Gefühlen (Angst, Wut, Schmerz, exstatische Gefühle,
Freude, Sexualität usw.) Es kann zu spontanen Körperbewegungen, Verspannungen
und andren Symptomen kommen. nach einiger zeit beruhigen sich diese
Erscheinungen und der Klient erreicht einen Zustand von tiefem Gelöstsein, auch
hier verbunden mit innerer Stärkung und Befreiung.
Dementsprechend kann unterschieden werden:
Entspannend - beruhigendes Atmen:
Diese Form hat sich z.B. bei Depressionen, die mit Unruhe, angst und quälenden
Zwangsgedanken verbunden sind, bei speziellen Angstneurosen und bei leichteren
Formen der Paranoia und Hysterie sowie bei Drogen- und Suchtproblemen bewährt.
Auf der körperlichen ebene ist sie bei Verdauungsbeschwerden und zur
Blutdrucksenkung sinnvoll.
Aktivierend - kathartisches Atmen:
Diese Form dient insbesondere der Freigabe von Gefühlshemmungen (Zugang zu
blockierten Gefühlsenergien) und damit der Integration von traumatischen
Erfahrungen. Bei hysterischen Symptomen kann der Zugang zu wirklichen Gefühlen
geöffnet werden. Bei Formen der Depression die durch Antriebsmangel
gekennzeichnet sind, kann verstärkte Atmung den Energiepegel und damit das
subjektive Wohlbefinden heben.
Beide Schwerpunkte der Atmung können in einer
Atemsitzung kombiniert werden oder im Lauf einer Sitzungsreihe hintereinander
auftreten.
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Anwendung
der Methode
Atemarbeit
per se
Atemarbeit per se - ohne begleitende therapeutische Methode - kann in vielen
Fällen sinnvoll und erfolgreich sein, erfordert aber die Klärung einiger
Bedingungen:
-
Der
Klient sucht keine Therapie. Seine Charakterstruktur ist gefestigt und er
will sein Inneres tiefer erforschen, seine Atmung und seine körperliche
Funktionalität verbessern oder einen Weg zur Tiefenentspannung finden.
-
Es
liegt therapeutische Vorerfahrung und ein hoher Grad von Selbstverantwortung
vor. Der Klient hat ausreichend und gefestigte Selbsterfahrung auf
höherliegenden Ebenen.
-
Es
liegen meditative Vorerfahrungen vor. Der Klient sucht die Vertiefung seiner
Meditation durch das dabeisein eines Begleiters oder ein verstärktes
Erfahren der emotionalen Dimensionen der Meditationserfahrung.
Atemarbeit
als Komplementärtherapie
Damit ist gemeint, dass Atemarbeit als eigener in sich ablaufender Prozess, in
Verbindung mit therapeutischen Prozessen aus anderen Methoden angewendet wird.
Therapeutische Methoden, mit denen sich die Atemarbeit sinnvoll und ergänzend
anwenden lässt sind u.a. kognitive Therapien, NLP, Gestalttherapie,
Körpertherapie, Psychoanalyse, Gesprächstherapie usw.. Im wesentlichen also Methoden,
die individuell und prozessorientiert arbeiten.
Die Komplementrarität versteht sich in beiden Richtungen:
Die Atemtherapie benötigt in vielen Fällen andere Methoden um Problembereiche
zu klären und zu fokussieren sowie das durch die Atmung aktivierte Material zu
integrieren; die therapeutische Arbeit mit anderen Ansätzen bedarf in vielen
Fällen der Vertiefung der Selbsterfahrung in den körperlichen Bereich wofür
sich Atemtherapie als hervorragendes Mittel anbietet.
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Atem-Sitzungen
Während einer Atem-Sitzung liegt der Teilnehmer im
Normalfall auf dem Rücken und atmet in einem leichten, entspannten Rhythmus,
bei dem Ein- und Ausatmen in runden, gleichmäßigen Atemzügen verbunden wird.
Jedes Ausatmen führt zu größerer Entspannung und zu tieferem und vollerem
Atem: man lässt los.
dabei lösen sich oft lange unterdrückte, schmerzliche Erfahrungen, Wut, Angst,
Trauer und Verkrampfungen auf. Kräfte, die zur Unterdrückung von Lebensenergie
eingesetzt waren, werden frei und stehen für mehr Selbstbewusstsein, kraft und
Freude am leben zur Verfügung. Dieser Vorgang des Freisetzens von blockierten,
lange zurückgehaltenen Energien ist meistens mit einem Prickeln oder mit
Vibrationen am ganzen Körper, gelegentlich auch mit Verkrampfungen verbunden
und mündet anschließend in tiefe fortlaufende Wellen von Gelassenheit, Ruhe
und einem angenehmen Gefühl von innerer physischer und psychischer
"Sauberkeit". man fühlt sich innerlich gereinigt, ruhig und klar: wie
neugeboren.
Integratives Atmen hat nichts damit zu tun, jemandem das Atmen zu lehren, sondern damit,
jemanden dahin zu führen, dass er das Atmen vom Atem selber lernt. Das kann
geschehen, wenn das Einatmen in einem "gleichmäßigen" Rhythmus mit
dem Ausatmen verbunden wird, bis das der innere Atem - unser Geist und die
Quelle des Atems - sich mit dem äußeren Atem - der Luft verbindet.
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Zeitrahmen
Eine Atemsitzung dauert ca. 60 - 90 Minuten. Eingeschlossen
sind geistige und körperliche Vorbereitungen und ein Gespräch zur Integration
des Erlebten nach der Sitzung. Die Dauer des Atem-Prozesses wird
individuell festgelegt und hängt weitgehend von der persönlichen Situation ab.
In der Regel sind 10 bis 15 Sitzungen bei einem Erfahrenen Therapeuten zu
empfehlen.
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Verschiedene Formen vom
Integrativen Atmen
Trocken - Integratives
Atmen
Bei dieser Art liegt der Klient in Rückenlage auf einer weichen Unterlage
und atmet durch die Nase oder den Mund ein und aus. Die Augen sind
geschlossen
Diese Art ist am meisten verbreitet, weil sie fast überall durchführbar
ist.
Gruppen - Integratives
Atmen
am besten atmen dabei mehrere Personen gleichzeitig. Bei einer Gruppe mit
etwas Erfahrung kann auch ein Gruppen - Paar - Atmen gemacht werden,
d.h. die eine Hälfte der Gruppe begleitet unter Anleitung die andere
Hälfte.
Gruppenatmen hat den Vorteil, dass die entstehende Gruppenenergie bei
Atemfluss mithelfen kann.
Warmwasser - Integratives Atmen
Beim Warmwasser - Atmen liegt der Klient
entweder mit dem ganzen Körper und dem Kopf nach unten in einem Becken mit
Körpertemperatur - warmen Wasser und atmet durch einen Schnorchel , oder er
liegt auf dem Rücken im Wasser, wobei der Kopf vom Begleiter aus dem Wasser
gehalten wird.
Das Gefühl der Schwerelosigkeit und die Wärme des Wassers fördern das
Auftauchen und Loslassen unterdrückter Gefühle sehr viel intensiver als
beim Trocken - Atmen. Außerdem werden oft tiefgehende Erinnerungen an
den Mutterleib, ja sogar Erinnerungen an das Meer, der Mutter allen Lebens,
wach.
Beide Arten können mit etwas Geschick in einer größeren Badewanne
ausgeübt werden.
Kaltwasser
- Integratives Atmen
Diese Art wird meistens in einem See, im Meer oder
in einem langsam fließenden Fluss gemacht. Bei extrem kalten Temperaturen,
z. B. im Winter, ist Kaltwasser - Rebirthing nur für wirklich
Fortgeschrittene geeignet, die in der Lage sind, 1 Stunde lang ohne
Unterbrechung zusammenhängend, sanft und voll im kalten Wasser zu atmen.
Der Atmer nimmt zuerst außerhalb des Wassers mental Kontakt mit dem
Wasser auf und bewegt sich dann atmend Zentimeter für Zentimeter ins Wasser, bis er schließlich nach etwa einer Stunde
mit dem ganzen Körper im Wasser ist.
Wenn es richtig gemacht wird, d. h. wenn Atemrhythmus,
Eintauchgeschwindigkeit und entsprechende Gedankensysteme im Einklang sind,
entwickelt der Körper soviel Wärme, dass keinerlei Unannehmlichkeit
empfunden wird. Diese Art des Integrativen Atmens ist nur für "Profis",
die in vorausgegangenen Trocken- und Warmwasser - Atmen durch entscheidende
Grenzen in ihrem persönlichen Prozess gegangen sind.
Partner
- Integratives Atmen
Auch hier gibt es viele verschiedene Methoden. Die
am häufigsten praktizierte ist die, dass zwei Partner sich gegenübersitzen,
Augenkontakt haben, sich geistig aufeinander einstimmen und rhythmisch
gleichzeitig ein- und ausatmen. Durch den langen intensiven Augenkontakt in
Verbindung mit vollen, fließenden Atem sind Erlebnisse von geistiger und körperlicher
Nähe, ja sogar Einheit mit der anderen Person möglich. Ein zutiefst
heilender und liebender Prozess für jede Art von Partnerschaft.
Selbst
- Integratives Atmen
Im Durchschnitt ist eine Person nach 10 bis 30
Einzel- und Gruppensitzungen in der Lage, sich selbst alleine zu
"behandeln". Integratives Atmen ist seinem Wesen nach eine Selbsthilfemethode mit dem Ziel, sich
jederzeit alleine körperlich und geistig reinigen zu können.
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Für wen ist
Integratives Atmen geeignet?
Wenn Sie eine oder mehrere dieser fragen mit
"Ja" beantworten, kann Integratives Atmen für Sie der Weg
zu mehr Gesundheit und Lebensfreude sein.
-
Atmen Sie überwiegend in die Brust?
-
Wollen Sie einen großen Schritt zur
persönlichen Gesundheitsvorsorge treffen?
-
Wollen Sie noch mehr Fülle und Freude in
Ihrem Leben genießen
-
Geht Ihnen manchmal die Luft aus?
-
Ermüden Sie schnell oder wachen Sie morgens
müde auf?
-
Atmen Sie in Ruhe öfters als 15-mal pro
Minute?
-
Stehen bei Ihnen wichtige Entscheidungen an?
-
Spüren Sie in Ihnen die Sehnsucht nach
Einheit?
-
Wollen Sie Ihren Atem als wesentliche Energiequelle
erfahren?
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Integratives
Atmen - Geschichte
Obwohl es eine klare Verbindung zwischen Integratives Atmen und traditionellen östlichen Atemtechniken gibt, kann
man nicht einfach sagen, dass es sich hier um die Wiederentdeckung einer
alten Methode handelt. Integratives Atmen (Rebirthing in seiner noch nicht
weiterentwickelten Form) wurde in den frühen siebziger Jahren in
den USA entwickelt, hauptsächlich von Leonard Orr. Er hat dazu mit
verschiedenen Atemmustern experimentiert und ihre Auswirkungen auf Körper
und Seele untersucht. Integratives Atmen ist also unabhängig von
den traditionellen Techniken entstanden, doch es hat viele Ähnlichkeiten
mit ihnen.
Wie Integratives Atmen entwickelt wurde, lässt sich folgendermaßen beschreiben:
Orr stellte zunächst fest, dass Menschen dramatische und/oder seltsame
Erfahrungen machten, wenn sie ihr Atemmuster änderten. Als man nach Erklärungen
dafür suchte, stellte sich heraus, dass die medizinische und psychologische
Literatur darüber wenig aussagte. Niemand hatte die Veränderungen im
Atemmuster beschrieben oder beobachtet, weichen Einfluss die Atmung auf Körper
und Seele hat. Die einzigen Erklärungen, die auf die Bedeutung
verschiedener Atemmuster eingingen, fand man in den östlichen Schulen des
Yoga, Qi-Gong usw. So lieferten die östlichen Weisheitslehren die
theoretischen Grundlagen der Methode. Orr hat ursprünglich keine
systematische psychologische Forschung betrieben. Er beschreibt seine frühen
Arbeiten einfach als einen Schritt hin zu einer mehr allgemeinen Suche nach
»Methoden, sich selbst zu verbessern.
Am Anfang bestand die Suche weitgehend darin, dass Orr seinen eigenen Körper
verschiedenen äußeren Einflüssen aussetzte. Er verbrachte extrem lange
Zeiten in der heißen Sauna oder tauchte seinen Körper für mehrere Stunden
in warmes oder kaltes Wasser, um zu sehen, welche Auswirkungen das haben würde.
Bald entdeckte er, dass bestimmte Situationen zu starken emotionalen
Reaktionen führten. Er konnte sich an traumatische Erlebnisse erinnern, die
oft mit der Geburt zusammenhingen. Gleichzeitig stellte er fest, dass diese
Erfahrungen zu einer spontanen Änderung des Atemmusters führten. Deshalb
begann er, mit verschiedenen Arten der Atmung zu experimentieren, und
versuchte, die Rhythmen, die er beobachtet hatte, zu reproduzieren. Das führte
zu noch stärkeren Reaktionen und zu noch lebhafteren Erinnerungen an seine
eigene Geburt und andere traumatische Ereignisse. Später begann er, andere
zu lehren, wie sie diese Erfahrungen selbst machen konnten. Dazu saß er bei
ihnen und leitete sie an, so zu atmen, dass sie die Muster, die er entdeckt
hatte, reproduzieren konnten. Er stellte fest, dass die meisten Menschen
genauso reagierten wie er selbst; das Geburtstrauma war das gemeinsame
Element ihrer Erfahrungen. Wegen der immer wiederkehrenden Geburtserlebnisse
wurde die Methode als Rebirthing bekannt. Manchmal wird sie auch anders
bezeichnet, zum Beispiel als bewusstes Atmen, bewusstes verbundenes Atmen
oder spirituelles Atmen. Am Anfang führte Orr alle Atemübungen im warmen
Wasser durch, weil er dachte, Wasser sei ein wichtiger Bestandteil der
Erfahrung.
Orr hatte sein erstes »spontanes« Wiedergeburtserlebnis, als er in sehr
heißem Wasser lag. Die Teilnehmer der Übungen ließen sich entweder auf
dem Rücken im Wasser treiben oder sie trieben mit dem Gesicht nach unten
(und atmeten in diesem Fall durch einen Schnorchel). Alternativ zum heißen
Wasser wurden auch Schlafsäcke benutzt, in denen die Leute bis zu 14
Stunden lagen, um die vorgeburtliche Umgebung zu simulieren. Solche
Sitzungen führten oft zu außergewöhnlich starken emotionalen Reaktionen.
Die Teilnehmer mussten dann aus der speziellen Umgebung herausgenommen
werden, und die Sitzung wurde unter weniger extremen Bedingungen beendet.
Diese Entwicklung führte allmählich dazu, dass man auf die
Zusatzbedingungen verzichtete. »Trockene Sitzungen«, die zum gleichen
Ergebnis führten, wurden Standard. Leonard Orr entdeckte, dass nach einer
Reihe von Atemsitzungen im Laufe der Zeit die starken emotionalen Reaktionen
verschwanden, wenn es der betreffenden Person gelang, die Auswirkungen der
traumatischen Erfahrungen, an die sie sich erinnerte, zu verstehen. Dieser
Prozess wurde später als Integration bezeichnet.
Mit der Zeit
bildeten sich neue Bewegung gingen ihren eigenen Weg der die Atemarbeit
selektiv für den einzelnen Menschen ausrichtet in Verbindung mit
Persönlichkeits- entwicklung und Gesundheit. Zweck der Anwendung heute
besteht darin dem Menschen auf der einen Seite bei bestimmten
gesundheitlichen Problemen zu unterstützen und auf der anderen Seite ihm
über den Atem sein Potential an Lebensenergie wieder zugänglich zu
machen.
1987 brachte Wolfgang Malik
Wöss Integratives Atmen mit einer 18 monatigen
Ausbildung nach Österreich. Die Einzigartigkeit des
Integratives Atmen nach Malik Wöss®
ist die Vielfalt von kathartischen, therapeutischen,
spirituellen und klassischen pädagogischen Atemmethoden. Das Konzept ist so
ausgelegt, dass es die Elemente Atem, Körper und Bewusstsein zu einem
integrierten Prozess vereint. Die Art der Anwendung heute besteht
normalerweise in einer Mischung aus Gespräch Körperübungen und
Atemsitzung (Mund Nase, schnell, langsam) wobei sehr genau auf die
Bedürfnisse des einzelnen Menschen eingegangen wird.
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Das Fünf-Minuten-Seminar
-
Stellen oder setzen Sie sich gerade hin, die Wirbelsäule
so weit als möglich aufrecht und nehmen Sie den Boden/Sessel unter Ihnen
wahr.
-
Legen Sie die rechte Hand auf die Handfläche
der linken Hand und bringen Sie Ihre Hände vor Ihren Unterbauch, die Handflächen
schauen nach oben.
-
Gehen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit zu Ihrem
Atem und bewegen Sie beim Einatmen durch die Nase Ihre Hände vor Ihrem
Körper bis zu Ihrer Nase nach oben.
Stellen Sie sich dabei vor, Sie ziehen Ihren Atem vom Bauch in die Brust und
soweit hinauf wie es für Sie bequem möglich ist.
-
Beim Ausatmen bewegen Sie Ihre Hände wieder
vor Ihrem Körper bis in die Ausgangsposition vor Ihrem Unterbauch oder
tiefer. Stellen Sie sich dabei vor, Sie lassen Bewusste und Unbewusste
Spannungen mit Ihrem Atem herausfließen.
-
Praktizieren Sie diese Atmung verbunden mit
der Bewegung ca. 5 Minuten.
-
Schließen Sie danach Ihre Augen und fühlen
wieweit sich der Raum in Ihnen und Ihr Wohlbefinden zum positiven
verändert hat.
-
Öffnen Sie Ihre Augen und genießen Sie das
Leben.
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